Verein für ökologisches Heizen mit Holz

EU sollte die Auswirkungen von Vorschriften auf Haushalte berücksichtigen

Europäische Union verbietet nicht das Heizen mit Holz und setzt weiterhin auf sie als eine ihrer Energiequellen. Dennoch Europäische Kommission bereitet neue Bedingungen vordie sich erheblich auf den Markt für lokale Festbrennstoffheizungen auswirken können. Die Vereinigung für ökologisches Heizen mit Holz (AEVD) setzt sich dafür ein, dass bei diesen Änderungen nicht nur Umweltaspekte, sondern auch die Interessen der tschechischen Verbraucher und der Industrie berücksichtigt werden.

Entwurf der neuen Verordnung und erste Reaktionen der Fachöffentlichkeit

Der Entwurf des Durchführungsrechtsakts zur umweltgerechten Gestaltung von Heizgeräten für feste Brennstoffe wurde auf der CIRCABC-Plattform veröffentlicht, allerdings nur für drei Tage. Die AEVD wurde von ausländischen Partnerorganisationen über die bevorstehenden Änderungen informiert und begann ab dem 21. Januar 2025, intensiv daran zu arbeiten.

"Wir haben uns sofort mit dem tschechischen Umweltministerium und dem tschechischen Ministerium für Industrie und Handel in Verbindung gesetzt", sagte Michal Bartoška, Vorsitzender der AEVD. Auf der AEVD-Mitgliederversammlung am 30. Januar lehnten die Mitglieder den Vorschlag für eine neue Verordnung einstimmig ab. Der Verband, der Hersteller, Verteiler, Einzelhändler, Schornsteinfeger und Heizungsbauer vertritt, verweist auf die drohenden negativen Auswirkungen auf den gesamten Sektor.

Auswirkungen der vorgeschlagenen Maßnahmen: technische und wirtschaftliche Probleme

Die neue Verordnung sieht vor:

Obligatorischer Anschluss lokaler Holzheizungen an das Stromnetz zur automatischen Luftregulierung.

Senkung der CO-Emissionsgrenzwerte für Holzöfen von derzeit 1500 mg/m³ auf 500 mg/m³.

Praktische Abschaffung einiger beliebter Heizgeräte - zum Beispiel würden Kamineinsätze mit großer Verglasung die neuen Grenzwerte nicht erfüllen.

Nach Ansicht der AEVD hätte die Annahme dieses Vorschlags in seiner jetzigen Form extreme Auswirkungen auf den Markt: "Trotz der ständigen Modernisierung der Heizungen wäre es äußerst schwierig, die neuen Anforderungen zu erfüllen", warnt Michal Bartoška. Die Hersteller müssten nicht nur neue Technologien entwickeln, sondern auch ein langwieriges Genehmigungsverfahren durchlaufen. "Die europäischen Beamten sollten sich auch Gedanken über die Kapazität der Prüfeinrichtungen machen, die nicht ausreicht", fügt Bartoška hinzu.

Rechtlicher Rahmen und Genehmigungsverfahren

Die Rechtsgrundlage für diese Maßnahmen ist die Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG, mit der die Verordnung 2015/1185 umgesetzt wird. Die erste Verhandlung über die Verschärfung dieser Rechtsvorschriften wird am 12. Februar 2025 stattfinden, aber es ist noch keine endgültige Entscheidung.

Die tschechische Regierung und die Interessengruppen haben die Möglichkeit, über das Industrie- und Handelsministerium der Tschechischen Republik Stellungnahmen abzugeben. Unternehmens- und Berufsverbände können sich an der Ausarbeitung des tschechischen Standpunkts beteiligen, der versuchen wird, die Unterstützung anderer Länder zu gewinnen.

Die Position der tschechischen Ministerien und der Verlauf der Verhandlungen

Das Umweltministerium und das Ministerium für Industrie und Handel haben sich bereits mit der Situation befasst. Industrie- und Handelsminister Lukáš Vlček erklärte im X-Netz, dass die Tschechische Republik mit dem Vorschlag nicht einverstanden ist und sich in Brüssel aktiv dagegen wehren wird.

Petr Holub, der leitende Direktor des Umweltministeriums, steht dem Vorschlag ebenfalls kritisch gegenüber und begrüßt die Zusammenarbeit mit der AEVD.

Zeit zum Aushandeln angemessener Bedingungen

Dank der frühzeitigen Medienberichterstattung und der aktiven Beteiligung der Fachöffentlichkeit wurde eine breite Debatte eröffnet. Führende tschechische Politiker, darunter der Premierminister, versicherten der Öffentlichkeit, dass sie versuchen würden, die Annahme des Vorschlags in seiner jetzigen Form auf der Sitzung am 12. Februar zu verhindern.

Die AEVD wird die Ausarbeitung des Durchführungsrechtsakts weiter verfolgen und sich dafür einsetzen, dass die Erfahrungen der Praktiker bei der Festlegung neuer Vorschriften berücksichtigt werden. Der Entwurf der Maßnahme, der voraussichtlich das Ergebnis einer Anhörung am 12. Februar sein wird, wird von den Gesetzgebungs- und Fachausschüssen der Vereinigung, die sich aus echten Fachleuten mit Erfahrung in der Zertifizierung von Heizungen und Abgaskanälen zusammensetzen, sorgfältig geprüft werden. Die AEVD wird sich aktiv mit beiden Ministerien über den Standpunkt der Experten zum Entwurf des Durchführungsgesetzes und etwaige Kommentare austauschen.